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Hämophilie kann Blutergüsse verursachen

Köln (dpa/tmn) - Wenn das Blut nach einer Verletzung länger fließt, kann das an einer Blutgerinnungsstörung, der Hämophilie, liegen. Die sogenannte Bluterkrankheit zeigt sich in ihrer schweren Form oft bereits im Säuglings- und Kleinkindalter.

Babys bekommen sehr leicht blaue Flecken. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seiner Webseite hin.

Bei einer entstehen auch öfter Blutungen ohne erkennbaren Grund, insbesondere in verschiedenen Gelenken oder Arm- und Beinmuskeln. Zu ersten Blutungen kommt es häufig, wenn betroffene Kinder die ersten eigenen Schritte machen. Durch die Bewegung belasten sie ihre Gelenke und Muskeln stärker. Passiert dies wiederholt, kann sich ein Gelenk dadurch verformen und versteifen - bis hin zur langsamen Zerstörung. Besonders gefährlich sind Blutungen im Gehirn und im Bauch- oder Rachenraum.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hämophilie

In den meisten Fällen wird die Blutgerinnungsstörung vererbt. Zur Behandlung kann der fehlende Gerinnungsfaktor durch Spritzen ersetzt werden. Wer unter Schmerzen leidet, kann entsprechende Arzneimittel wie Ibuprofen einnehmen. Wichtig dabei: Die Schmerzmittel sollten die Blutgerinnung nicht beeinflussen. Daher ist beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS) nicht geeignet.

Heutzutage schränkt die Krankheit das Leben der Betroffenen aber nicht mehr so stark ein wie einst. Erlaubt ist laut Experten alles, was die Gelenke nicht allzu stark belastet oder mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko einhergeht. Der Grad der Belastbarkeit hängt von der Stärke der Blutungsneigung und dem Behandlungsverlauf ab. Wer sich nicht sicher ist, was er seinem Körper zumuten soll, sollte seinen Arzt dazu befragen.


Text: dpa / Bild: Andrea Warnecke (dpa) (09.09.2019)